
Da stand ich nun: Ich hatte meinen langjährigen Job als Assistenz der Geschäftsleitung gekündigt und einen neuen, ähnlichen Job begonnen – und von Tag eins an fühlte ich mich dort unwohl. Ich fragte mich: „Was mache ich jetzt?“ Eines war klar: Ich wollte mich nicht zu einem Job quälen, der einfach nicht mehr zu mir passt.
Aus meinen bisherigen Erfahrungen wusste ich: Wenn du ein wirklich erfülltes Berufsleben führen und deiner Berufung folgen möchtest, dann solltest du das tun, wofür du brennst – das, was dich begeistert. Ich habe mich ernsthaft gefragt: „Wofür brenne ich?“ Eins wusste ich und ich fühlte es mit jeder Zelle meines Körpers: Ich wollte nicht mehr in einem 8-17-Uhr-Job arbeiten.
Ich spürte, dass jetzt der richtige Moment war, was Eigenes aufzubauen. Ich war in einem Alter mit entsprechender beruflicher Erfahrung, Know-how und Selbstbewusstsein. „Wann, wenn nicht jetzt?“ dachte ich mir.
Mit meiner besten Freundin habe ich immer wieder davon geträumt, was wir tun würden, wenn alle Wege offenstünden. Die Idee, die mich schon länger begeisterte: Eine Plattform zu schaffen, in der Menschen ankommen, loslassen, lernen, sich weiterentwickeln und entfalten können. Ein Zentrum, das Raum für viele spannende Themen bietet:
Seminare, Workshops und Vorträge
Ein Ort, an dem all die Bereiche zusammenkommen, die mich interessieren – ein Traum.
Auf der Suche nach Antworten hatte ich gemerkt, dass mich die Themen Wohlbefinden und persönliche Weiterentwicklung so erfüllen, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte, mich damit zu beschäftigen.
Die Idee war da, aber wie anfangen? Welcher Schritt war der erste? Was musste ich alles berücksichtigen? Ein Bekannter gab mir den Tipp, mich an einen Businesscoach zu wenden. Gesagt, getan. Die ersten Schritte wurden konkreter, und langsam nahm alles Form an.
Die Suche nach der passenden Immobilie erwies sich als Herausforderung, doch nach einigen Monaten hatte ich sie gefunden. Innerlich war ich hin- und hergerissen: Freude darüber, dass es voranging, und gleichzeitig Respekt vor dem großen Vorhaben. Ab und zu dachte ich: „Schöne Idee, aber schaffe ich das überhaupt?“ Doch immer wieder sagte ich mir: Wenn ich es jetzt nicht wage, werde ich es für immer bereuen. Ein Satz, der mich in der Zeit sehr inspiriert hatte, lautete: Und was, wenn alles gut geht?
Dann ging es los: Wände einreißen, streichen, dekorieren, Möbel aussuchen. Ich bin unglaublich dankbar für die Unterstützung meiner Familie und Freunde, die von Minute eins an hinter mir standen.
Die Eröffnung von Inspira war ein unglaubliches Erlebnis und Erfolg. So viele Menschen kamen, neugierig darauf, wie mein Traum Wirklichkeit geworden war. Das Feedback war überwältigend: „Was für tolle Räume!“ hörte ich von allen Seiten. Es war ein Moment purer Freude.
Heute biete ich in Kooperation mit Referenten interessante und vielfältige Kurse an und stelle die Räumlichkeiten zur Miete zur Verfügung. Jetzt gibt es das Inspira-Zentrum seit etwas mehr als zwei Monaten. Das Interesse wächst von Tag zu Tag, und ich hoffe, dass sich das Zentrum bald als bekanntes und erfolgreiches Unternehmen etabliert.
Egal, wie es weitergeht: Ich, Esin, habe meinen Traum verwirklicht – und bin mir selbst dafür unendlich dankbar. Für viele mag das vielleicht überheblich klingen, aber als Tochter einer Gastarbeiterfamilie, aufgewachsen mit wenig Mitteln, bin ich so stolz, dass ich meinen Traum Realität werden lassen konnte.
Mein Rat an euch: Träumt! Aus meinen Träumen ist Inspira entstanden.
Und ihr? Von was träumt ihr?