
Kennt ihr diese Menschen, bei denen alles irgendwie selbstverständlich wirkt? Die Projekte angehen, Entscheidungen treffen, Neues starten – und es sieht aus, als würde alles einfach fließen. Nicht hektisch, nicht verbissen, nicht unter Druck. Sondern ruhig, klar und fast spielerisch. Lange habe ich mich gefragt, wie sie das machen. Ob sie weniger Sorgen haben. Mehr Glück. Bessere Voraussetzungen.
Heute glaube ich: Es ist nicht trotz ihrer Leichtigkeit, dass vieles gelingt – sondern gerade deswegen.
Ich selbst bin mit klaren Werten aufgewachsen. Arbeit, Fleiß, Loyalität, Disziplin – das waren keine leeren Begriffe, sondern Grundpfeiler. Leistung hatte einen hohen Stellenwert. Verantwortung ebenso. Und ich bin dankbar dafür, denn diese Haltung hat mich geprägt, getragen und stark gemacht. Sie hat mir beigebracht, Dinge durchzuziehen, auch wenn sie unbequem sind. Dranzubleiben, wenn es anstrengend wird. Verlässlich zu sein, wenn andere vielleicht längst aufgegeben hätten.
Doch mit der Zeit habe ich gemerkt, dass in diesem inneren Tunnel aus „Ich muss“, „Ich sollte“, „Ich darf nicht nachlassen“ etwas verloren geht. Nämlich das Gefühl von Leichtigkeit. Wenn alles zur Aufgabe wird, zur Pflicht, zur Verantwortung, dann wird das Leben schnell schwer. Und zwar nicht unbedingt, weil es objektiv schwer ist – sondern weil wir es innerlich so behandeln.
Ich habe lange geglaubt, Druck sei notwendig. Dass er motiviert, antreibt, Ergebnisse bringt. Und ja, kurzfristig stimmt das vielleicht sogar. Aber Druck macht auch eng. Er nimmt die Luft zum Atmen. Er nimmt die Freude am Prozess. Und manchmal nimmt er uns sogar den Blick für das, was eigentlich möglich wäre.
Die Menschen, die ich beobachte und bewundere, haben nicht weniger Verantwortung. Oft tragen sie sogar mehr. Aber sie gehen Dinge anders an. Sie kämpfen nicht permanent gegen jede Herausforderung. Sie verbeißen sich nicht. Sie vertrauen. Sie lassen Raum. Sie erlauben sich, Dinge entstehen zu lassen, statt sie mit aller Kraft erzwingen zu wollen.
Und vielleicht ist genau das der Unterschied.
Leichtigkeit bedeutet nicht, weniger zu leisten. Sie bedeutet nicht, unambitioniert zu sein oder Dinge auf die leichte Schulter zu nehmen. Für mich bedeutet sie heute vielmehr, mit einer anderen inneren Haltung an Dinge heranzugehen. Nicht aus Angst, nicht aus Druck, nicht aus dem Gefühl heraus, sich permanent beweisen zu müssen. Sondern aus einem inneren Vertrauen heraus, dass man seinen Weg gehen darf – ohne sich selbst ständig anzuspannen.
Ich merke immer wieder, wie schnell alte Muster zurückkommen. To-do-Listen werden länger, Termine dichter, Ansprüche höher. Plötzlich ist alles wichtig. Alles dringend. Alles schwer. Und genau dann ist es besonders herausfordernd, Leichtigkeit nicht aus den Augen zu verlieren.
Vielleicht ist sie keine Eigenschaft, die man entweder hat oder nicht hat. Vielleicht ist sie eine Entscheidung. Eine bewusste Entscheidung, Dinge nicht unnötig zu dramatisieren. Fehler nicht als persönliches Versagen zu sehen. Nicht jede Unsicherheit sofort kontrollieren zu wollen. Sich selbst ein Stück mehr Milde zu schenken.
Wenn heute jemand einen Seminarraum mieten möchte, einen geschützten Coachingraum, einen ruhigen Yogaraum oder sogar einen Küchenraum in Stuttgart und Umgebung mieten will, dann geht es für mich um weit mehr als nur einen Ort. Es geht um Atmosphäre. Um Energie. Um einen Rahmen, in dem Gedanken sich sortieren, Menschen sich öffnen und Leichtigkeit überhaupt entstehen kann.
Ich übe mich darin. Immer wieder. Nicht perfekt, nicht konsequent, aber bewusster als früher. Ich frage mich öfter: Muss ich das gerade wirklich so schwer nehmen? Muss ich mir selbst so viel Druck machen? Oder darf ich einen Schritt zurücktreten, durchatmen und dem Ganzen etwas mehr Raum geben?
Vielleicht liegt wahre Stärke nicht nur im Durchhalten und Kämpfen. Vielleicht liegt sie auch im Loslassen. Im Vertrauen. Im Fließenlassen. In dem Mut, Dinge nicht ständig kontrollieren zu wollen.
Leichtigkeit ist kein Luxus. Sie ist kein nettes Extra für Menschen, bei denen ohnehin alles läuft. Sie ist eine innere Haltung, die wir in unseren Alltag integrieren dürfen – gerade dann, wenn wir viel Verantwortung tragen. Gerade dann, wenn wir ambitioniert sind. Gerade dann, wenn wir hohe Ansprüche an uns selbst haben.
Denn am Ende geht es nicht darum, wie viel wir ausgehalten haben. Sondern wie wir uns auf unserem Weg gefühlt haben.
Und vielleicht darf es sich – trotz aller Ziele, trotz aller Aufgaben – ein bisschen leichter anfühlen.